Zwischen Spur und Instinkt – warum Sicherheit im Winter keine Nebensache ist
Wusstest du, dass die meisten Lawinenunfälle bei gutem Wetter passieren – oft zwischen 11 und 14 Uhr?
Es ist nicht nur der Wind, der gefährlich werden kann, sondern auch die trügerische Ruhe bei blauem Himmel. Gerade im Februar, wenn die Sonne in Ihrer Intensität zurückkehrt und die Hänge sehr einladend wirken, unterschätzen viele die tatsächliche Lawinenlage.
Dabei ist der Schnee selbst ein sensibles Gebilde. Was auf den ersten Blick wie eine feste Decke aussieht, ist in Wahrheit eine vielschichtige Struktur, die sich täglich verändert – je nach Temperatur, Wind und Schneefall. Vor allem im Spätwinter entstehen Schwachschichten, die sich zwischen alten und neuen Schneeschichten verstecken – für das bloße Auge oft nicht erkennbar.
Spuren im Schnee – und was darunter liegt
Ein paar Fakten und Beobachtungen, die helfen können, Gefahren besser einzuschätzen:
- 90 % der Lawinen werden von den Betroffenen selbst ausgelöst.
- Stufe 3 auf der fünfteiligen Lawinenwarnskala gilt bereits als „erhebliche Gefahr“ – hier passieren die meisten Unfälle.
- Lawinen lösen sich am häufigsten an Hängen mit 30 bis 45 Grad Neigung – besonders im freien Gelände.
- Sonnige Südhänge sind im Februar oft nachmittags besonders instabil, weil sie durch die Sonne aufweichen.
- Die sichersten Zeiten für Touren im Winter sind vormittags, wenn die Schneedecke noch gefroren und tragfähig ist.
- Wer abseits markierter Wege unterwegs ist, sollte wissen: Schon ein falscher Schritt kann weitreichende Folgen haben.
- Wer abseits markierter Wege im Tiefschnee unterwegs ist, sollte wissen: Schon ein Schritt kann weitreichende Folgen haben. Deshalb gilt: Wer ins freie Gelände geht, sollte nicht nur Erfahrung mitbringen, sondern auch die passende Ausrüstung – inklusive LVS-Gerät (Piepser), Sonde und Schaufel.
- Ebenso wichtig ist es, den Umgang damit zu beherrschen. Denn Wissen schützt – sich selbst und andere.
Zwischen Berggefühl und Bodenhaftung
Das Zillertal bietet unzählige Möglichkeiten, den Winter zu erleben – vom Winterwandern rund um Fügen und Hochfügen, über Schneeschuhtouren bis hin zu Skitouren. Aber nicht jeder Weg ist zu jeder Zeit geeignet. Die Orientierung an gesicherten Routen ist essenziell – nicht nur für die eigene Sicherheit, sondern auch für die Natur.
Denn neben dem Risiko für Menschen ist auch die Wildtierwelt im Winter empfindlich. Rehe, Gämsen und Füchse ziehen sich in geschützte Zonen zurück, jede Störung kostet sie Energie. Wer bewusst unterwegs ist, trägt auch hier Verantwortung.
Ihre Tipps für sichere Wintererlebnisse:
- Tägliche Information über die Lawinenlage.
- Kluge Routenplanung – möglichst auf markierten und kontrollierten Wegen.
- Ein früher Start, bevor die Sonne den Schnee instabil macht.
- Querungen über offene, steile Hänge im freien Gelände vermeiden.
- Ein Portfolio von Tipps steht direkt an der Rezeption im Gartenhotel Crystal
- bereit, wir helfen gerne bei der Auswahl einer passenden Wintertour.
Gut informiert, besser unterwegs
Gerade in der ersten Ferienregion Zillertal, rund um Fügen und Hochfügen, finden sich zahlreiche sichere Routen – Winterwanderwege, die regelmäßig kontrolliert werden, Schneeschuhpfade für Genießer und Panoramawege für alle, die lieber auf Nummer sicher gehen.
Unsere Gäste im Gartenhotel Crystal erhalten tagesaktuelle Hinweise zur Schneelage, zur Witterung und zu besonders sicheren Winterzielen rund um Fügen und Hochfügen.
Wer vorbereitet ist, genießt bewusster. Wer hinsieht, erlebt intensiver!
Wir wünschen all unseren Gästen einen sicheren, klaren und sonnigen Februar – mit echten Naturmomenten, gesunden Entscheidungen und winterlichen Wegen, die guttun.